15. Dezember 2009

Arbeiterkammerrat Kesetovic vor Ort bei Eduscho Austria in Bruck an der Leitha

Kategorie: Allgemein – redaktion – 14:01

Gleich nach Bekanntwerden der bevorstehenden Kündigung von 90 MitarbeiterInnen in Bruck an der Leitha, machte sich Grün-Arbeiterkammerrat Samir Kesetovic auf zum Eduscho Austria Gebäude in Bruck.

Zur Erinnerung: Der deutsche Mutterkonzern hat die Entscheidung getroffen, dass die 90 MitarbeiterInnen in Bruck an der Leitha gekündigt werden. Und das obwohl das Unternehmen selbst schwarze Zahlen schreibt. MitarbeiterInnen fallen also der Maximierung der Gewinne zum Opfer. In einer Betriebsversammlung Dienstagfrüh wurden die MitarbeiterInnen informiert. 2 Stunden später war der St. Pöltener Arbeiterkammerrat Kesetovic vor Ort in Bruck.

eduscho-bruck-web

Mit Grün-Bezirkssprecher Roman Kral vor Ort versuchte Kesetovic herauszufinden, warum dieser soziale Supergau nicht rechtzeitig zu verhindern war, aber: “Die MitarbeiterInnen vor Ort sind verängstigt. Sie wurden von dieser Entscheidung überraschend getroffen, wenngleich es Gerüchte gab. Von dem Ausmaß der Entscheidung des deutschen Konzerns ist man schockiert, daher herrscht in Bruck eine Stimmung wie am Friedhof”, erzählt Kesetovic.

Der Arbeiterkammerrat musste fest stellen, dass sogar die Stadtgemeinde nichts von dem Skandal, der sich heute morgen ergab, wusste bzw. auch nur etwas geahnt hat.

Eines wird der Grün-Gewerkschafter nie verstehen: “Unternehmen haben eine soziale Verantwortung zu erfüllen. Gerade in Zeiten der Krise sind verlässliche MitarbeiterInnen eine Stütze. Dennoch ausschließlich auf Profit bedacht zu sein, ist für mich der Gipfel der sozialen Kälte. MitarbeiterInnen bringen den Profit - im Falle des Falles werden aber Gewinn des Unternehmens und Managergehälter gesichert ,während “kleine” MitarbeiterInnen dafür geopfert werden”, so Kesetovic empört.

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